Außer Männer hatten wir nichts zu verlieren

10.03.2024 · 16:0017:30Uhr

Werkstattkino

  • Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion

Außer Männer hatten wir nichts zu verlieren
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English version see below

Außer Männer hatten wir nichts zu verlieren | Besides men we had nothing to lose
Dokumentarfilm / Kurzfilm, Deutschland 2022
Regie: Hanna Hocker, Leila Keita
Sprache: Deutsch
Dauer: 29:40

Feminismus im Wandel – Ein Generationen-Dialog

Hanna und Leila, zwei feministische Filmemacherinnen, kennen ihre Vorkämpferinnen bisher nur aus Büchern. Als sie eine alte Kassette finden, beginnt ihre filmische Suche.

1975 entstand der erste Frauenbuchladen in München: Männer durften dort nicht rein. Bei einem Gespräch mit den Inhaberinnen wird klar, sie haben ihren Kämpferinnen-Geist auch nach all den Jahren nicht verloren. Wir sind ihnen zu brav, aber können auch sie etwas von uns lernen? Was trennt uns, was verbindet?

Projektbeschreibung:

Der im Rahmen der HFF entstandene Film ist eine Zusammenarbeit der Studentinnen Leila Keita und Hanna Hocker. Von Anfang an war klar, dass wir einen feministischen Film machen möchten. Warum nicht über “den Feminismus“ an sich? Durch unsere persönliche feministische Haltung und Vernetzung in München beschäftigte uns besonders das Thema der Generationen - den Kampf innerhalb der Bewegung. TERFS, radikale Feministinnen, oft Teil der älteren Generation, lehnen fundamentale Einstellungen unserer Generation ab - und andersherum. Das war unsere Motivation. Bald fanden wir heraus, wie reich die Geschichte der Münchner Frauenbewegung ist. Als wir auf altes Videomaterial einer feministischen Künstlerin stießen, eröffnete uns das neue Wege und unser Film entstand. Wir freundeten uns mit Altfeminsitinnen an und banden sie über den Filmprozess mit ein.

Wir wollten einen feministischen Film machen. Doch wo fangen wir an und warum haben wir so wenig über unsere Vorkämpferinnen in der Schule gelernt?

Uns hat das Internet politisiert. Auf Instagram und Netflix lernen wir feministische Theorien. Wir kaufen Bücher von einer Generation, die jetzt alt ist, aber ihre Kämpfe gibt es immer noch.

Leider gibt es zwischen den Generationen der feministischen Gruppen Spannungen, die einen gemeinsamen Kampf manchmal unmöglich wirken lassen. Auf der Suche nach der Frauenbewegung in München freundeten wir uns mit Altfeministinnen an. Der Austausch mit ihnen begleitete uns in unserem einjährigen Filmprozess.

Documentary film presentation with discussion afterwards

Außer Männer hatten wir nichts zu verlieren | Besides men we had nothing to lose
documentary / short, 2022
directors: Hanna Hocker, Leila Keita
language: German
length: 29:40

Feminism in Transition - An Intergenerational Dialogue

Hanna and Leila, two feminist filmmakers, have only read about their pioneers in books. The cinematic search of the two begins after the discovery of an old vhs tape.

In 1975, the first women's bookstore was opened in Munich: for the first time men had no access. The owners have not lost their combative nature after all these years. We are too prudish and good for them - can we learn from each other? What unites and separates our generations?

Project description:

Created as part of the University of Film and Television (HFF), this film is a collaboration between students Leila Keita and Hanna Hocker. It was clear from the beginning that we wanted to make a feminist film. So why not about "feminism" itself? Given our personal feminist stance and our networking in Munich, we were particularly interested in the topic of generations - the struggle within the movement. TERFS, radical feminists, often part of the older generation, reject fundamental attitudes of our generation - and vice versa. This was our motivation. We soon discovered how rich the history of the Munich women's movement is. When we came across old video footage of a feminist artist, it opened up new paths for us and our film was born. We made friends with veteran feminists who we involved in the filmmaking process.

We wanted to make a feminist movie. But where to begin and why did we learn so little about our pioneers at school?

We have been politicized by the internet. We learn feminist theories through Instagram and Netflix. We buy books from a generation that is old now, but its fights are still going on.

However, there are tensions between the generations of feminist groups which can make it seem like fighting together might be an impossible task. In our pursuit of the women's movement in Munich, we made friends with veteran feminists. It was the exchange with these women that accompanied us throughout our twelve-month process of making the film.

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